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An der Markthalle 2, 09111 Chemnitz

Telefon

0371 / 334 08283

Telefonsprechzeiten

zur Terminvereinbarung
Dienstag und Donnerstag
14:00 – 14:30 Uhr

Öffentliche Parkplätze und Behindertenparkplätze finden Sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Zugelassen für alle Kassen und privat. Gespräche erfolgen nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung.

Gern können Sie außerhalb der Telefonsprechzeiten Ihren Namen und Ihre Rufnummer auf dem Anrufbeantworter hinterlassen oder mir eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten schicken. Ich rufe in jedem Fall schnellstmöglich zurück.

Leistungen

Wenn eine Symptomatik mit Krankheitswert vorliegt

Tiefenpsychologisch fundierte
Einzelpsychotherapie
Gruppenpsychotherapie

Spezielle Schmerzpsychotherapie

Entspannungstechniken
Autogenes Training
Progressive Muskelrelaxation

Die Kosten werden von allen Krankenkassen übernommen. Nur bei zu kurzfristigen Terminabsagen können Kosten für Sie entstehen.

Behandlungsschwerpunkte / Indikation

Basierend auf Anamnese und Psychodiagnostik sind in Absprache und nach Vereinbarung mit dem Patienten Behandlungen folgender Erkrankungen möglich:

  • Angsterkrankungen
  • Depressionen
  • Zwangserkrankungen
  • Stressverarbeitungsstörungen & Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Psychosomatische Beschwerden


  • Psychische Beeinträchtigungen oder Behinderungen aufgrund schwerer körperlicher Erkrankungen, traumatischer Erlebnisse oder chronischer Schmerzen
  • Strukturelle Störungen (Persönlichkeitsstörungen)
  • Begleitung in (Lebens-)Krisen
  • Konfliktberatung


Auf der Internetpräsenz www.patienten-information.de finden Patienten hilfreiche Informationen zu Erkrankungen wie Essstörungen, Angststörungen und Depressionen einfach und verständlich zusammengefasst. Die Patienteninformationen können dort auch als pdf heruntergeladen werden.

Qualifikationen & berufliche Tätigkeit

Qualifikationen

seit 2017

Lehrpraxis der Akademie für Psychotherapie (AfP, Erfurt)

2014 - 2015

Ausbildung tiefenpsychologisch fundierte Gruppenpsychotherapie (AfP, Erfurt), Fachkundeerwerb 2015

2013 - dato

Ausbildung analytische Psychotherapie (AfP Erfurt)

2011 - 2012

Ausbildung autogenes Training (Thüringer Weiterbildungskreis e.V.)

2010 - 2015

Ausbildung als psychologische Psychotherapeutin tiefenpsychologisch fundierter Ausrichtung (AfP, Erfurt), Approbation 05/2015

2010

Ausbildung spezielle Schmerzpsychotherapie (u. a. Hospitation bei Professor Dr. Askan Hendrischke & Dr. von Wachter in den Abteilungen Psychosomatik und Multimodale Schmerztherapie des Ostalb-Klinikums Aalen

2009

Abschluss des Studiums an der Universität Leipzig als Diplom–Psychologin

Berufliche Tätigkeit

Seit 2017

Psychotherapie Benkert

Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis

2011 - 2017

Asklepios Fachklinikum Stadtroda GmbH

stationäre Arbeit als Bezugs- und Gruppentherapeutin in den Kliniken für Psychosomatik & Psychotherapie, für Neurologie, Gerontopsychiatrie & Schmerztherapie, u.a. Mithilfe beim Aufbau & Leitung des psychosomatischen Bereichs der Abteilung Multimodale Schmerztherapie

2009 - 2010

Rehabilitationsklinik Christiaan Barnard

Mithilfe beim Aufbau und Arbeit als Bezugs- und Gruppentherapeutin der rehabilitativen, psychosomatischen Abteilung, Konsiliar- und Liaisontätigkeiten für die onkologische und kardiologische Abteilung

Häufig gestellte Fragen & Antworten

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist die Behandlung von Krankheiten und krankheitswertigen psychischen („seelischen“) Störungen mittels psychologischer Methoden. Dazu gehören psychotherapeutische Gespräche einzeln oder in der Gruppe, Entspannungsverfahren, sogen. kognitive Methoden oder im Kindesalter auch Spieltherapie u.v.a. Psychotherapeutische Hilfsmethoden wie Musik-, Gestaltungs- oder Kunsttherapie und körpertherapeutische Verfahren ergänzen das Spektrum psychotherapeutischer Angebote.

Was sind Gründe, psychotherapeutische Hilfe zu suchen?

Seelische Hochs und Tiefs kennt fast jeder. Die meisten Menschen kommen mit dem Auf und Ab Ihres Seelenlebens sehr gut alleine zurecht. Viele tauschen sich auch darüber mit Ihrem Lebenspartner, Ihrer Familie oder Ihren Freunden aus und finden so wieder zu einem inneren Gleichgewicht. Wenn das Alltagsleben stark beeinträchtigt wird und bleibt, reichen solche Gespräche mit vertrauten Personen nicht mehr aus. Wenn Sie beispielsweise mehrere Wochen unter einer psychischen Krise, an Ängsten, an Niedergeschlagenheit, an Schlafstörungen, an Arbeitsstörungen, an Beziehungsstörungen mit Partnern, mit Kindern, im Beruf oder an körperlichen Beschwerden (z. B. Schmerzen, Erschöpfungszustände, Bluthochdruck, Herzbeschwerden, Magenschmerzen, Durchfälle, Gelenkbeschwerden, Rückenschmerzen, Hautkrankheiten, u. v. m.), für die sich keine organischen Ursachen finden lassen, leiden, ist ein Gespräch mit einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten ratsam. Dieser kann gemeinsam mit Ihnen klären, ob und welche psychotherapeutische Behandlung notwendig ist. Eine Grundvoraussetzung für die Diagnose einer psychischen Krankheit ist der Leidensdruck des Patienten. Eine Ausnahme besteht im Falle der Gefährdung anderer, etwa bei wahnhafter Schizophrenie und bei bestimmten Verhaltensstörungen. Ihre persönliche Wahrnehmung spielt also eine wichtige Rolle.
Psychotherapeutische Maßnahmen werden auch immer häufiger als Ergänzung zu medizinischer Behandlung (z. B. bei Tumor- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen) eingesetzt.

Welche psychische Krankheiten gibt es?

Die „Internationale Statistische Klassifikation der Krankheiten“ (ICD-10) ist ein Verzeichnis aller wissenschaftlich anerkannten, körperlichen und psychischen Krankheiten, von affektiven Störungen wie etwa der Depression bis hin zu Verhaltensstörungen im Kinder- und Jugendalter und wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben. Beschwerden von Krankheitswert sind, hängt davon ab die vom Patienten wahrgenommen Beschwerden, unter denen er leidet, zusammengenommen auf eine bestimmte, im ICD-10 aufgeführte Erkrankung hinweisen. Ein erstes Anzeichen für eine psychische Erkrankung ist der Leidensdruck des Betroffenen. Der Patient hat dann jederzeit die Möglichkeit, sich direkt an einen Psychotherapeuten zu wenden. Die häufigsten psychischen Erkrankungen sind Angststörungen und Depressionen. So wird geschätzt, dass etwa 10% der Bevölkerung im Laufe Ihres Lebens an einer behandlungsbedürftigen Angststörung erkranken. Für die Depression liegen ähnliche Zahlen vor.

Wie ist der Weg zum Psychotherapeuten?

Patienten können mit Ihrer Krankenversicherungskarte direkt einen Psychotherapeuten aufsuchen. Die psychotherapeutische Sprechstunde ist die erste Kontaktmöglichkeit, die ab dem 01.04.2017 von allen Psychotherapeuten, i. d. R. als Bestellsprechstunde, angeboten wird. Sie dient der ersten Aklärung, ob eine psychische Erkrankung vorliegt und zur Empfehlung weiterer Hilfen.

Worum geht es in der Psychotherapie?

Die Psychotherapie bietet Ihnen einen geschützten Raum/Rahmen, in dem Sie mit einem Psychotherapeuten über sich und Ihr Anliegen sprechen können. Das ermöglicht Ihnen, schmerzliche und traumatische Erfahrungen, ängstigende Gedanken und Erinnerungen, positive wie negative Gefühle und Impulse gedanklich dem Therapeuten und sich selbst gegenüber zuzulassen und zu regulieren. Der Therapeut führt am Anfang nach einer psychotherapeutischen Sprechstunde mehrere Probegespräche mit dem Therapiesuchenden und wählt dann zusammen mit dem Patienten die erforderliche Behandlungsmethode aus.

Besteht eine Schweigepflicht für den Psychotherapeuten?

Ja. Psychotherapeuten sind gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet und dürfen keine Informationen weitergeben, wenn der Patient das nicht möchte. Diese Schweigepflicht bezieht sich auch auf die Familienangehörigen des Patienten und den Arbeitgeber.
Nur mit der Zustimmung des Patienten dürfen Informationen an Dritte weitergegeben werden. Auch die Krankenkasse hat keinen Zugriff auf die Inhalte der Behandlung. Die Krankenkasse erfährt für den Antrag lediglich die Diagnose. Der Hausarzt oder der überweisende Facharzt erhält ebenfalls nur mit einer Schweigepflichtsentbindung des Patienten einen kurzen Bericht vom Psychotherapeuten mit Befund und Diagnose.

Was sind gemeinsame Merkmale aller Psychotherapieverfahren?

Jede Psychotherapie setzt am Erleben und Verhalten an. Zum Erleben gehören z. B. Gefühle, Stimmungen, Bedürfnisse, Motive, Wünsche, Vorstellungen, Phantasien und Erinnerungen. Zum Verhalten gehören Handeln, Gestalten und Anpassen u. a. m..
Psychotherapeut und Patient tragen gemeinschaftliche Verantwortung für die Therapie, die nur gelingen kann, wenn beide gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten.
Auch die Rahmenbedingungen sollten unterstützend sein. Wenn Angehörige oder Ihr berufliches Umfeld dagegen sind, dass Sie sich und Ihre Lebensumstände verändern wollen, um Ihre Symptome zu beseitigen, kann die Behandlung sehr erschwert werden. Es kommt oft darauf an, Veränderungen im Lebensalltag, im Umgang mit sich selbst und mit Bezugspersonen auf den Weg zu bringen. Veränderungen können leichter beibehalten, vertieft und gefestigt werden, wenn sie den Alltag des Patienten selbst fühlbar positiv verändern.

Wie lange dauert eine Psychotherapie?

Der Umfang der psychotherapeutischen Behandlung hängt neben der Schwere und der Dauer der Erkrankung auch von Ihren angestrebten Therapiezielen und der Wahl des Behandlungsverfahrens ab. Eine Kurzzeittherapie umfasst immer mindestens 12 Therapieeinheiten (TE) und bei Bedarf maximal 24 TE. Eine Langzeittherapie von 60 TE kann im Bedarfsfall im Richtlinienverfahren Verhaltenstherapie auf 80 TE bzw. im Richtlinienverfahren Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie auf 100 TE verlängert werden. Eine analytische Langzeitpsychotherapie von mindestens 160 TE kann bei Notwendigkeit auf 300 TE verlängert werden. Vor der Verlängerung der Behandlung ist die Bewilligung des gemeinsam gestellten Fortführungsantrags durch Ihre Krankenkasse notwendig. Bei Bedarf notwendige Therapieverlängerungen müssen ebenfalls beantragt werden.

Wie sind die Erfolgsaussichten von wissenschaftlicher Psychotherapie?

Die zugelassenen Psychotherapiemethoden haben in zahlreichen, wissenschaftlichen Untersuchungen ihre Wirksamkeit bewiesen. Unter der Voraussetzung, dass ein Patient verantwortungsvoll mitarbeitet, sind seine Aussichten auf nachhaltige Heilung oder Besserung gut. Einige Störungen (z. B. bestimmte Ängste und Depressionsformen) können bis zu 80-90% weitgehend beseitigt werden.
Von den Patienten, die an bestimmten schwereren Krankheiten (z.B. Persönlichkeitsstörungen) leiden, können immerhin durch intensive und nötigenfalls mehrmalige Behandlungen mehr als die Hälfte gut gebessert werden und weitere 20-30% können durch eine Verbesserung ihrer Lebensqualität von Psychotherapie profitieren.

Wer übernimmt die Kosten für psychotherapeutische Leistungen/das Ausfallhonorar?

Gesetzliche Krankenversicherung
Psychotherapie ist eine genehmigungspflichtige Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, die nach den psychotherapeutischen Sprechstunden und den Probesitzungen beantragt werden muss. Sie wird von den Kassen nur dann genehmigt, wenn eine Symptomatik mit Krankheitswert gemäß des ICD-10-Katalogs vorliegt, die mit Psychotherapie behandelbar ist und wenn der Psychotherapeut bestimmte Merkmale erfüllt, um mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen zu können. Berechtigt hierzu sind nur

  • ärztliche Psychotherapeuten
  • Psychologische Psychotherapeuten,
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten,

die eine staatliche Behandlungserlaubnis (Approbation) besitzen, von der kassenärztlichen Vereinigung zugelassenen oder ermächtigt wurden und ein Psychotherapieverfahren anwenden, dessen Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen ist („Richtlinienverfahren“). Dazu zählen bisher:

  • die analytische Psychotherapie,
  • die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie,
  • die Verhaltenstherapie,
  • die Methode neuropsychologische Therapie.

Ambulante Psychotherapie ist eine zuzahlungsfreie Leistung. Die Vorlage Ihrer gültigen elektronischen Gesundheitskarte ist ausreichend. Einen Überweisungsschein benötigen Sie nicht.
Die Antragstellung wird vom Psychotherapeuten organisiert. Der Antrag an die Krankenkasse enthält auch einen Bericht mit Angaben zu Ihren Beschwerden und Ihrer Krankengeschichte ohne Angabe Ihres Namens oder von Daten, die auf Ihre Identität schließen lassen. Der anonymisierte Bericht wird in einem getrennten, verschlossenen Umschlag an die Krankenkasse geschickt, die den Brief und eventuell weitere Unterlagen zu früheren Behandlungen ungeöffnet an den Gutachter weiterschickt. Der Gutachter prüft die Begründung Ihres Antrags, ohne zu wissen, um wen es sich handelt. Wird der Psychotherapieantrag bewilligt, übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten vollständig. Eine Therapie kann auch per Antrag verlängert werden. Wird ein Antrag auf Kostenübernahme von der gesetzlichen Krankenkasse abgelehnt, können Sie Widerspruch einlegen. Wird der Widerspruch abgelehnt, können Sie Klage beim Sozialgericht einreichen, die für jeden kostenfrei ist.
Private Krankenversicherung, Beihilfe, Selbstzahler
Die Leistungen der privaten Krankenversicherung sind nicht einheitlich geregelt. Eine Kostenübernahme im Richtlinienverfahren Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist möglich. Art und Umfang der Kostenübernahme hängt von den konkret vereinbarten Versicherungsbedingungen ab.
Es ist ratsam, frühzeitig vor Behandlungsbeginn die Bedingungen für die Kostenübernahme (z. B. ob Psychotherapie eine Leistung ist; die Stundenanzahl) bei dem zuständigen Sachbearbeiter bzw. bei der zuständigen Beihilfestelle zu erfragen und sich die Kostenübernahme schriftlich bestätigen zu lassen. Für Selbstzahler ist dies nicht erforderlich, denn Sie tragen die Behandlungskosten selbst.
Für privat krankenversicherte, beihilfeberechtigte oder selbstzahlende Patienten richten sich die anfallenden Behandlungskosten nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP).
Sozialamt
Wenn Sie nicht krankenversichert sind und sich in einer finanziellen Notlage befinden, können Sie die Finanzierung einer Psychotherapie beim Sozialamt beantragen.
Ausfallhonorar
Nur bei zu kurzfristigen Terminabsagen innerhalb von 48 Stunden oder Nichterscheinen wird ein Ausfallhonorar in Höhe von 60 Prozent der entsprechenden Vergütung nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) oder der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) unabhängig von der Art der Kostenübernahme und vom Grund der Absage privat in Rechnung gestellt (Grundlage §615BGB).

Wie finde ich die von der Kassenärztlichen Vereinigung zugelassenen Psychotherapeuten?

Nach dem Psychotherapeutengesetz ist nur der Titel „Psychotherapeut“ geschützt, jedoch nicht „Psychotherapie“. Folgende Gruppen dürfen sich "Psychotherapeut" nennen:

  • Psychologischer Psychotherapeut(-in)
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut(-in)
  • Fachärzte, deren Ausbildung Psychotherapie umfasst

Psychologische Psychotherapeuten/-innen dürfen sich nur dann so nennen und an der kassenärztlichen Versorgung teilnehmen, wenn sie nach erfolgreichem Abschluss eines Universitätsstudiums der Psychologie bzw. zudem bei Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/-innen eines ein Pädagogik- oder Sozialpädagogikstudiums die Approbation durch eine anschließende, mindestens dreijährige Vollzeit- oder fünfjährige Teilzeitausbildung der Psychotherapie erlangt haben. Auch ärztliche Psychotherapeuten und Fachärzte für Psychosomatik und Psychotherapie bieten psychotherapeutische Behandlungen an. Ausnahmen sind Privatpraxen, die im Wege der sog. „Kostenerstattung“ Psychotherapie zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen durchführen. Die Adressen von approbierten Kollegen finden Sie bspw. in der Psychotherapeutenliste der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV): www.psychotherapeutenliste.de, der Psychotherapeutensuche der regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen oder Psychotherapeutenkammern.
Die sog. Terminservicestellen, die Patienten bei der Suche nach einem Facharzt behilflich sein sollen, unterstützen bei der Suche nach einem Termin für eine Psychotherapeutische Sprechstunde und ggf. für eine Akutbehandlung. Einen Psychotherapieplatz können sie aber nicht vermitteln. Deshalb wird eine direkte, telefonische Kontaktaufnahme in den telefonischen Sprechzeiten der psychotherapeutischen Praxen empfohlen.

Verschreibt der psychologische Psychotherapeut Medikamente?

Nein. Mitunter kann es jedoch sinnvoll sein, wenn eine medikamentöse Therapie begleitend zu der psychotherapeutischen Behandlung in Absprache mit einem Facharzt erfolgt.

Was sind die Besonderheiten der analytischen Psychotherapie?

Die analytische Psychotherapie hat sich, wie die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, aus der psychoanalytischen Therapie entwickelt und gleicht am ehesten dieser Therapieform, die auf Sigmund Freud zurückgeht und die älteste Form der Psychotherapie repräsentiert. Ziel der analytischen Psychotherapie ist das Bewusstmachen von verdrängten Gefühlen und Erinnerungen, die eine Entwicklung zum gesunden, selbständigen Individuum blockieren. Die analytische Psychotherapie fokussiert eher Persönlichkeitsanteile, lebensüberdauernde Muster im Erleben und Verhalten, von Denk- und Bewertungsprozessen wie v. a. auch Muster in Beziehungen. Dabei werden die Ursachen und Lösungen für gegenwärtige Probleme im Unbewussten des Patienten gesucht. Der Patient durchlebt im Laufe der Therapie die Konflikte von prägenden Entwicklungsphasen erneut, um sie zu verarbeiten. („Wo es war, soll Ich werden“, S. Freud). Dies geschieht in der systematischen Analyse von Übertragung und Gegenübertragung, der Widerstandsarbeit und der Nutzung regressiver Prozesse. In der Regel finden bei dieser Therapieart 2-3 Sitzungen pro Woche im Liegen statt. Der Patient sollte die Fähigkeit und die Bereitschaft zur Selbstanalyse mitbringen, damit psychoanalytische Therapie erfolgreich sein kann.

Was sind die Besonderheiten der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie?

Diese Psychotherapieform hat sich, wie die analytisc0he Psychotherapie, aus der psychoanalytischen Therapie entwickelt. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie geht davon aus, dass den aktuellen Problemen und Beschwerden ein innerpsychischer Konflikt zugrunde liegt, der auch die persönlichen Beziehungen des Patienten negativ beeinflusst. Im Gegensatz zur analytischen Psychotherapie konzentriert sich die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie bei der Behandlung auf die Bearbeitung des so genannten „Zentralen oder Kernkonflikts“, für den ein klarer Auslöser erkennbar ist und sucht auf dieser Basis nach möglichen Ursachen in der Persönlichkeit des Patienten, die die notwendige Veränderung blockiert. Der Patient erreicht durch die Einsicht in diese Zusammenhänge Veränderungen in seinem Erleben und Verhalten, wobei ihn der Psychotherapeut aktiv unterstützt. Neben dem vorwiegend konfliktzentriertes Vorgehen wird eine Einschränkung regressiver Prozesse angestrebt. Die Gespräche verlangen vom Patienten ein hohes Maß an Offenheit und die Bereitschaft, sich intensiv mit der eigenen Lebensgeschichte auseinander zu setzen.

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